Seit mehreren Jahren arbeite ich als interne Organisationsentwicklerin bei Pro Juventute. Dabei begleitete ich umfassende Entwicklungsprozesse wie die Regionalisierung, die Umstellung von einer klassisch hierarchisch geführten Organisation in eine selbst organisierte Kreisorganisation oder die Entwicklung und Einführung eines an die Kreisorganisation angepassten Lohnmodells.
Vor Pro Juventute habe ich in einer Bank erste Arbeitserfahrung gesammelt, als Co-Geschäftsleiterin im internationalen Jugendaustausch gearbeitet und mich bei einer internationalen NGO als Programmverantwortliche für Osteuropa, Managerin Schulung & Wissensvermittlung und Co-Teamleiterin in der Entwicklungszusammenarbeit eingesetzt.
Durch mein privates Engagement als Vereinspräsidentin eines Musikfestivals oder als Ressortverantwortliche in einem Stiftungsrat kenne ich nebst den Rollen als Mitarbeitende oder Führungskraft eines Unternehmens die Perspektiven aller Rollen im Arbeitsalltag auch aus persönlicher Erfahrung. Zudem bin ich mir als Mutter und «Co-Familienmanagerin» einer zusätzlichen Ebene an Anforderungen bewusst, die einem im Leben fordern und fördern.
Ich habe einen breiten fachlichen Rucksack durch mein geisteswissenschaftliches Studium (Geschichte und russische Literatur), einen MBA in Sustainability Management der Universität Lüneburg und schliesslich verschiedene Weiterbildungen im Bereich agile Methoden (Scrum Product Owner, OKR Master) und Organisationsentwicklung (Teamdynamik unter Change, Gruppendynamische Sensitivity Trainings, Organisationsentwicklung Trigon, Soziokratie, Agile Organisationsentwicklung).
Mehr zu meiner Aus- und Weiterbildung sowie meinen beruflichen Stationen findest du in meinem LinkedIn-Profil.
Ich bin überzeugt, dass Menschen grundsätzlich gute Gründe für ihr Handeln haben, dass sie sich selbst reflektieren und ihr Verhalten ändern können. Ich glaube daran, dass Menschen in Freiheit und selbstbestimmt leben wollen und die Expert*innen für sich selbst und ihre persönliche Entwicklung sind.
Ich traue Menschen viel zu. Immer wieder erhalte ich die Rückmeldung, dass ich Menschen auf gleicher Augenhöhe begegne, eine aufmerksame Zuhörerin bin und andere Sichtweisen respektiere. Es ist mir ein Anliegen, Menschen in ihrer Selbstreflexion und Fähigkeit zur Selbsterkenntnis zu unterstützen. So können sie Zugang zu ihren Ressourcen finden, ihre eigenen Handlungsmuster erkennen und diese zieldienlich anpassen.

Organisationen begreife ich als dynamische, lebendige Systeme, als Wesen, die sich verändern und entwickeln. Im Organisationsmodell von Trigon bestehen Organisationen aus den Wesenselementen Identität, Strategie, Funktionen, Aufbaustruktur, Menschen, Prozesse und physische Mittel. Diese Elemente stehen in dauernder Wechselwirkung und bilden erst gemeinsam ein einzigartiges Ganzes. Mit dem Blick auf die Wesenselemente können Hinweise gewonnen werden, wo und welche Entwicklungsschritte zielführend sind.
In meiner Tätigkeit habe ich oft beobachten können, dass Entwicklung in Organisationen schrittweise passiert und in dem einer Organisation eigenen Tempo. Weil jede Organisation so einzigartig ist, ist es mir besonders wichtig, nicht einfach Rezepte weiterzugeben, sondern gemeinsam mit der Organisation die passende Begleitung zu entwickeln.
«Ich durfte mit Steffi Jud einen zweitägigen Workshop zur Teamentwicklung und zur Erarbeitung unserer Bereichsstrategie durchführen. Steffi hat aus meinen thematischen Vorgaben ein stimmiges, präzise aufgebautes Programm entwickelt, das inhaltlich wie methodisch überzeugt hat. Sie versteht es, unterschiedliche Lerntypen abzuholen, setzt vielfältige Moderations- und Reflexionsinstrumente ein und schafft einen sicheren Rahmen, in dem alle Stimmen gehört werden. Besonders geschätzt habe ich ihre Fähigkeit, situativ auf die Dynamik in der Gruppe zu reagieren und das Vorgehen dort anzupassen, wo es den Prozess weiterbringt. Steffi verbindet Fachkompetenz mit Echtheit und einer spürbaren Präsenz – eine Kombination, die anspruchsvolle Gruppenprozesse trägt und echte Weiterentwicklung ermöglicht.»
Anita Koch, CFO SVA Aargau
«Nach dem letzten Dirigentenwechsel in unserem Musikverein wollten wir uns gemeinsam mit allen Mitgliedern überlegen, was uns für die Zukunft wichtig ist. Wir entschieden uns, eine ganztägige Zukunftskonferenz durchzuführen, um uns gemeinsam als Verein neu auszurichten. Steffi übernahm den Prozesslead für die inhaltliche Vorbereitung und hat uns mit ihrer offenen, humorvollen und zugleich professionellen Art durch diesen wichtigen Prozess geführt. Besonders wertvoll war, wie sie mit klaren Fragen, gutem Gespür für Dynamiken und einer angenehmen Portion Leichtigkeit durch den Tag geführt hat. Sie schaffte es, alle Stimmen zum Klingen zu bringen und unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen. Noch heute greifen wir immer wieder auf die erarbeiteten Ergebnisse zurück und arbeiten kontinuierlich an unserer gemeinsamen Vision weiter.»
Helen Rüthemann, Mitglied der Stadtmusik Kloten
«Steffi habe ich als ausgesprochen offene und neugierige Prozessbegleiterin erlebt, die Veränderung mit Klarheit und aufrichtigem Interesse gestaltet. In Transformationsprozessen verbindet sie Sachlichkeit und Bodenständigkeit mit spürbarer Empathie für die betroffenen Menschen. Sie schafft Vertrauen, führt Gruppen sicher und bedarfsorientiert und vermittelt souverän zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden, ohne einseitig Partei zu ergreifen. Besonders schätze ich ihre Fähigkeit, auch kritische Themen konstruktiv anzusprechen und dabei Zuversicht und Gelassenheit zu vermitteln. Sie bleibt beharrlich an Entwicklungsprozessen dran und hält Widerstände zugunsten der gemeinsamen Sache aus. Dabei arbeitet sie ziel- und ergebnisorientiert – mit der nötigen Flexibilität und Kreativität, die wirksame Veränderung braucht.»
Katja Schönenberger, ehem. Direktorin Pro Juventute